Bestimmt ein Erbvertrag bereits vorhandene und auch künftige Kinder einer Erbin zu Nacherben, kann das Grundbuchamt bei der Umschreibung eines zum Nachlass gehörenden Grundstücks auf die mittlerweile 59 Jahre alte Erbin auch im Hinblick auf eine künftige Schwangerschaft der Erbin noch auf der Aufnahme eines Nacherbenvermerks in das Grundbuch zu bestehen haben. Ein solcher Vermerk sichert zugunsten des Nacherben den Erwerb des Grundstücks bis zum Eintritt des Nacherbfalls. Das hat der 15. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm (Az: 15 Wz 514/15) am 15.12.2015 entschieden und damit den angefochtenen Beschluss des Amtsgerichts – Grundbuchamt – bestätigt. Quelle / Justiz NRW