Gütertrennung Eheverträge

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Gütertrennung Eheverträge2018-04-06T21:31:35+00:00

Gütertrennung

Die Gütertrennung ( Gütertrennung Eheverträge ) ist ein vom gesetzlichen Güterstand  abweichender Güterstand und kann nur in Form eines notariell zu beurkundenden Ehevertrags vereinbart werden.

Nur durch notariellen Ehevertrag möglich

Bei der Gütertrennung bleibt das Vermögen der Eheleute sowohl in der Ehe als auch im Falle der Scheidung getrennt, was auch im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft der Fall ist. Anders als bei der Zugewinngemeinschaft  findet aber bei Beendigung der Ehe durch Scheidung kein Vermögensausgleich statt.

Nicht selten kommen (zukünftige) Ehegatten zum Notar und möchten eine „Gütertrennung“ vereinbaren, da die Sorge besteht, dass der nichtselbständige Partner für die Schulden des selbständigen Ehepartners gemeinschaftlich haftet. Dies ist jedoch auch im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft nicht der Fall.

Gemeinsame Haftung der Eheleute

Jeder Ehegatte haftet auch in der Zugewinngemeinschaft nur für die Verbindlichkeiten, die er selbst begründet hat. Folglich besteht grundsätzlich keine Mithaftung für Schulden des anderen Ehegatten. Haben beide Ehegatten jedoch einen Kreditvertrag gemeinsam unterschrieben, wie dies nicht selten im Zusammenhang mit der gemeinsamen Finanzierung einer gemeinsam angekauften Immobilie der Fall ist, so handelt es sich um gemeinsame Verbindlichkeiten. Vor der Mithaftung aus solchen gemeinsamen Verbindlichkeiten schütz natürlich auch eine Gütertrennung nicht.

Negative Effekte der Gütertrennung

In den allermeisten Fällen ist die Vereinbarung einer Gütertrennung nicht sinnvoll, da die Gütertrennung negative Auswirkungen auf steuerrechtliche Freibeträge oder Gestaltungsmöglichkeiten während der Ehe haben kann. Weiterhein führt die Gütertrennung zu einer häufig nicht gewollten Verschiebung der Erbquoten zu Ungunsten des Ehegatten.

Modifizierte Zugewinngemeinschaft

Eine Alternative zur Gütertrennung stellt die modifizierte Zugewinngemeinschaft dar. Bei der modifizierten Zugewinngemeinschaft bleibt es grundsätzlich beim gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft, aber es werden bestimmte Vermögensgegenstände bei der Berechnung eines späteren Zugewinnausgleichsanspruches herausgenommen.

Dies können zum Beispiel Immobilien, Unternehmen, Wertpapiere, Lebensversicherungsverträge o.ä. sein.

Nebengüterrecht

Sollten sich die Eheleute trotzdem für die Gütertrennung entscheiden, so können  gesonderte Regelungen der Eheleute im Rahmen einer Ehegatteninnengesellschaft oder einer Bruchteilsgemeinschaft sinnvoll sein. In diesem Fall findet unabhängig vom Güterstand oder vereinbarter Gütertrennung nach der Ehescheidung ein finanzieller Ausgleich statt. Die Ehegatteninnengesellschaft ist besonders für Eheleute interessant, die gemeinsam in einem Familienbetrieb arbeiten.

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