Betreuungsverfügung

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Betreuungsverfügung 2018-02-22T07:26:14+00:00

Betreuungsverfügung

Wenn ein Mensch aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls nicht mehr für sich selbst entscheiden kann, wenden sich die behandelnden Ärzte an das zuständige Gericht, damit von dort aus ein Betreuer für den betroffenen Menschen bestellt wird. Der zuständige Richter kann dann einen nahen Verwandten, also zum Beispiel den Ehegatten oder ein Kind des Betroffenen zum Betreuer bestellen.

Der Richter kann aber auch einen Berufsbetreuer einsetzen. In diesem Fall entscheidet eine völlig fremde Person dann über das Leben des betroffenen Menschen. Den meisten Menschen ist der Gedanke, dass eine fremde Person seine Angelegenheiten regeln könnte, nicht recht. Dies kann dadurch erreicht werden, wenn man in einer Vorsorgevollmacht einen Bevollmächtigten ernennt, der in diesen Fällen für den betroffenen Menschen handeln kann. In einer Betreuungsverfügung kann man regeln, welcher Mensch für den Fall, dass man unter Betreuung gestellt wird, die Betreuung übernehmen soll.

Das Gericht ist an die Wünsche des Betroffenen in einer Betreuungsverfügung gebunden. Außerdem kann in einer Betreuungsverfügung geregelt werden, wie die Betreuung erfolgen soll. Zum Beispiel kann hier geregelt werden, ob Sie eine Unterbringung in einem Heim wünschen oder ob Sie diese Unterbringung gerade nicht möchten.

Die Bundesnotarkammer hat ein Zentrales Vorsorgeregister eingerichtet, in dem Sie Ihre Vorsorgevollmacht bzw. Ihre Betreuungsverfügung verzeichnen lassen können.

Adoption

Ein Adoptionsantrag muss notariell beurkundet werden. Dieser beurkundete Antrag wird anschließend dem Familiengericht übersandt. Dort erfolgt in der Regel eine persönliche Anhörung der Beteiligten durch das Gericht. Anschließend entscheidet das Gericht über die Adoption.

Es wird unterschieden zwischen einer Minderjährigenadoption und einer Volljährigenadoption.

Die Adoption Minderjähriger:

Nehmen Ehegatten gemeinsam ein Kind an, muss ein Ehegatte mindestens 24 Jahre alt sein und der andere Ehegatte mindestens 25 Jahre alt sein. Wenn ein Ehegatte das Stiefkind seines Ehepartners annehmen möchte, muss der annehmende Ehegatte mindestens 21 Jahre alt sein.

Das anzunehmende Kind muss mindestens acht Wochen als sein. Das Gesetz setzt voraus, dass das Kind vor der Annahme eine angemessene Zeit im Haushalt der Adoptiveltern gelebt hat. Zwischen dem Annehmenden und dem Kind muss ein Eltern-Kind-Verhältnis entstanden sein.

Das minderjährige Kind muss selbst in die Adoption einwilligen. Wenn das Kind mindestens 14 Jahre alt ist, kann es diese Einwilligung selbst erteilen. Ist das Kind jünger, müssen die gesetzlichen Vertreter des Kindes der Adoption zustimmen. Dies sind die bisherigen Eltern oder der Vormund des Kindes, also zum Beispiel das Jugendamt. Durch die Minderjährigenadoption erlöschen die bisherigen Verwandtschaftsverhältnisse des Kindes zu seinen bisherigen Eltern, Geschwistern und sonstigen Verwandten.

Auch die sonstigen sich hieraus ergebenden Rechte und Pflichten erlöschen. Er erlöschen also die Erbansprüche des Kindes gegenüber den leiblichen Verwandten und Unterhaltsansprüche des Kindes gegenüber den leiblichen Verwandten. Die bisherigen leiblichen Eltern des Kindes müssen in die Adoption einwilligen. Erteilt ein Elternteil oder beide Elternteile die Einwilligung nicht, kann die Einwilligung auf Antrag des Kindes durch das Familiengericht ersetzt werden. Das Gericht prüft dann, ob derjenige Elternteil, der die Einwilligung verweigert, seine Pflichten gegenüber dem Kind andauernd verletzt hat bzw. durch sein Verhalten gezeigt hat, dass das Kind ihm gleichgültig ist.

Die Adoption Volljähriger:

Auch volljährige Personen können als Kind angenommen werden. Vom Gesetz wird eine „sittliche Rechtfertigung“ für eine Volljährigenadoption vorausgesetzt. Es wird insbesondere geprüft, ob zwischen dem Annehmenden und dem Anzunehmenden ein Eltern-Kind-Verhältnis entstanden ist. Darüber hinaus werden auch die Interessen eventuell bereits vorhandener Kinder des Annehmenden berücksichtigt. Da der Anzunehmende bereits volljährig ist, ist die Einwilligung seiner leiblichen Eltern nicht mehr erforderlich. Sofern der Volljährige verheiratet ist, ist allerdings die Einwilligung des Ehegatten erforderlich.

Für einen Adoptionsantrag sind folgende Unterlagen erforderlich:

• Aufenthaltsbescheinigung des Annehmenden (das entspricht einer erweiterten Meldebescheinigung mit Angaben zur Staatsangehörigkeit und zum Familienstand. Diese Bescheinigung erteilt das Einwohnermeldeamt.)

• Geburtsurkunden des Kindes und des Annehmenden

• beglaubigte Abschrift aus dem Familienbuch des Annehmenden (dies wird vom Standesamt bei Eheschließung erteilt)

• Heiratsurkunde des Annehmenden

• polizeiliches Führungszeugnis des Annehmenden

• amtsärztliches Zeugnis des Annehmenden und des Kindes

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