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Immobilien 2017-06-20T11:35:10+00:00

Immobilien

Hier finden Sie einige Kostenbeispiele rund um die Übertragung und Belastung von Immobilien. (Die Nummern entsprechen jeweils der Anlage 1 Teil 2 zum GNotKG – Kostenverzeichnis)

(Die §§ beziehen sich jeweils auf die gesetzliche Bestimmung des GNotKG)

Kaufvertrag

Kaufvertrag unbelastetes Grundstück

A verkauft an B das bebaute Grundstück zu einem Kaufpreis von 200.000,00 EUR. Das Grundstück ist bei Abschluss des Kaufvertrages unbelastet. Der Notar wird angewiesen, dem Käufer die Voraussetzungen zur Kaufpreisfälligkeit zu bestätigen. Den Umschreibungsantrag soll er stellen, sobald ihm die Kaufpreiszahlung nachgewiesen worden ist. Der Notar wird angewiesen, die zum Vollzug erforderliche Vorkaufsrechtsverzichtserklärung der Gemeinde nach § 24 ff. BauGB einzuholen. Der Vertrag umfasst 9 Seiten. Insgesamt werden 8 beglaubigte Ablichtungen bzw. Ausfertigung bzw. einfache Abschriften benötigt. Der Notar hat das Grundbuch vor der Beurkundung mittels elektronischer Grundbucheinsicht zweimal eingesehen.

Kostenberechnung gem. § 19 GNotKG

Gebühren und Auslagen

Nr. 21100 Kaufvertrag Geschäftswert: §§ 97, 47 = 200.000,00 € = 870,00 €
Nr. 22110 Vollzugsgebühr (Nr. 22112) Geschäftswert: § 112 = 200.000,00 € = 50,00 €
Nr. 22200 Betreuungsgebühr Geschäftswert: § 113 = 200.000 € = 217,50 €
Nr. 32001 Dokumentenpauschale – Papier – SW 72 Seiten = 10,80 €
Nr. 32005 Porto und Telekommunikation – Pauschale = 20,00 €
Nr. 32011 Grundbucheinsicht 2 x = 16,00 €

Zwischensumme: 1184,30 €
Nr. 32014 Umsatzsteuer, 19 % = 225,02 €

zu zahlen: 1409,32 €

Kaufvertrag belastetes Grundstück

Zu Variante 1 kommt hinzu, dass das Grundstück belastet ist mit zwei Grundschulden. Eine Grundschuld besteht für die A Bank in Höhe von 100.000,00 EUR und eine Grundschuld besteht für die B Bank in Höhe von 50.000,00 EUR. Die Grundschulden werden von dem Käufer nicht übernommen. Die den Grundschulden zugrundeliegenden Darlehensverbindlichkeiten sollen aus dem Kaufpreis abgelöst werden. Der Notar erhält den Auftrag die Löschungsunterlagen bei der Gläubigerin anzufordern. Die Gläubiger schicken die Löschungsbewilligungen zu treuen Händen. Die Treuhandauflage der A Bank besteht darin, dass ein Betrag in Höhe von 100.000,00 EUR zu zahlen ist. Die Treuhandauflage der B Bank besteht darin, dass ein Betrag von 50.000,00 EUR zu zahlen ist.

Kostenberechnung gem. § 19 GNotKG

Gebühren und Auslagen

Nr. 21100 Kaufvertrag Geschäftswert: §§ 97, 47 = 200.000 € = 870,00 €
Nr. 22110 Vollzugsgebühr (Nr. 22112) Geschäftswert: § 112=200.000 € = 217,50 €
Nr. 22200 Betreuungsgebühr Geschäftswert: § 113 = 200.000 € = 217,50 €
Nr. 22201 Treuhandgebühr Geschäftswert: § 113 = 100.000 € = 136,50 €
Nr. 22201 Treuhandgebühr Geschäftswert: § 113 = 50.000 € = 82,50 €
Nr. 32001 Dokumentenpauschale – Papier – SW 72 Seiten = 10,80 €
Nr. 32005 Porto und Telekommunikation – Pauschale = 20,00 €
Nr. 32011 Grundbucheinsicht 2 x = 16,00 €

Zwischensumme: 1570,80 €
Nr. 32014 Umsatzsteuer, 19 % = 298,45 €

zu zahlen: 1869,25 €
Wohnungseigentumskaufvertrag mit Verwalterzustimmung

A verkauft an B eine Eigentumswohnung zu einem Kaufpreis von 100.000,00 EUR. Das Wohnungsgrundbuch weist keine dinglichen Belastungen auf. Zur Veräußerung ist die Zustimmung des Verwalters erforderlich. Der Notar wird angewiesen, dem Käufer die Voraussetzungen zur Kaufpreisfälligkeit zu bestätigen. Den Umschreibungsantrag soll er stellen, sobald ihm die Kaufpreiszahlung nachgewiesen worden ist. Die zur Rechtswirksamkeit erforderliche Verwalterzustimmung soll der Notar bei der Verwaltungsgesellschaft anfordern. Der Vertrag besteht aus neun Seiten und wird 8 x ausgefertigt. Das Grundbuch wurde einmal elektronisch eingesehen.

Kostenberechnung gem. § 19 GNotKG

Gebühren und Auslagen

Nr. 21100 Kaufvertrag Geschäftswert: §§ 97, 47 = 100.000,00 € = 546,00 €
Nr. 22110 Vollzugsgebühr Geschäftswert: § 112 = 100.000,00 € = 136,50 €
Nr. 22200 Betreuungsgebühr Geschäftswert: § 113 = 100.000 € = 136,50 €
Nr. 32001 Dokumentenpauschale – Papier – SW 72 Seiten = 10,80 €
Nr. 32005 Porto und Telekommunikation – Pauschale = 20,00 €
Nr. 32011 Grundbucheinsicht 1 x = 8,00 €

Zwischensumme: 857,80 €
Nr. 32014 Umsatzsteuer, 19 % = 162,98 €

zu zahlen: 1020,78 €

Überlassungs-/Übertragungsvertrag

Übertragungsvertrag mit Nießbrauchvorbehalt und Rückübertragungsvormerkung

A und B übertragen auf ihre Kinder C und D zu je ½ Anteil ihr Hausgrundstück. A ist 48 und B ist 46 Jahre alt. A und B halten sich als Gesamtberechtigte den Nießbrauch vor. Nach dem Tode des Erstversterbenden von A und B bleibt das Nießbrauchrecht dem Überlebenden als Vollrecht bestehen. Der Jahreswert des Nießbrauchrechtes wird mit 6.000,00 EUR beziffert. C und D dürfen die Immobilie nicht ohne Zustimmung von A und B veräußern oder belasten.

Verstoßen Sie gegen diese Auflage, können A und B die Rückübertragung der Immobilie verlangen. Dieser Anspruch von A und B wird durch eine Vormerkung im Grundbuch gesichert. Der Wert des Hausgrundstücks beträgt 150.000,00 EUR. Der Vertrag besteht aus 8 Seiten. Vor der Beurkundung sind zwei Entwürfe versandt worden. Er wird 8 x ausgefertigt. Nach der Beurkundung beantragt der Übertragsgeber eine weitere beglaubigte Fotokopie. Der Notar hat das Grundbuch eingesehen.

Kostenberechnung gem. § 19 GNotKG

Gebühren und Auslagen

Nr. 21100 Überlassungsvertrag Verfahrenswert: §§ 97, 47 = 150.000,00 € = 708,00 €
Nr. 32001 Dokumentenpauschale – Papier – SW 80 Seiten = 12,00 €
Nr. 32000 Dokumentenpauschale – Papier – SW 8 Seiten = 4,00 €
Nr. 32005 Porto und Telekommunikation – Pauschale = 20,00 €
Nr. 32011 Grundbucheinsicht 1 x = 8,00 €

Zwischensumme: 752,00 €
Nr. 32014 Umsatzsteuer, 19 % = 142,88 €

zu zahlen: 894,88 €

Grundpfandrechtsbestellungen

Grundschuld mit Entwurf

A bestellt zu Lasten seines Grundstücks eine Grundschuld über 200.000,00 EUR für die B Bank. Das Grundbuch wurde eingesehen. Die Urkunde umfasst drei Seiten. Eine beglaubigte Ablichtung ist für die finanzierende Bank erwünscht.

Kostenberechnung gem. § 19 GNotKG

Gebühren und Auslagen

Nr. 21201 Grundschuld Geschäftswert: §§ 119, 53, = 200.000,00 € = 217,50 €
Nr. 32001 Dokumentenpauschale 3 Seiten = 0,45 €
Nr. 32011 Grundbucheinsicht 1 x = 8,00 €
Nr. 32005 Porto und Telekommunikation – Pauschale = 20,00 €

Zwischensumme: 245,95 €
Nr. 32014 Umsatzsteuer, 19 % = 46,73 €

zu zahlen: 292,68 €

Grundpfandrechtsbestellungen

Grundschuld mit Entwurf und ZV-Unterwerfung

A bestellt zu Lasten seines Grundstücks eine Grundschuld über 200.000,00 EUR für die B Bank. In Ansehung des Grundstücks unterwirft sich A der sofortigen Zwangsvollstreckung in das belastete Grundeigentum. Er gibt in Höhe des Grundschuldbetrages ein abstraktes Schuldversprechen ab und unterwirft sich insoweit der sofortigen Zwangsvollstreckung in sein gesamtes Vermögen. Das Grundbuch wurde eingesehen. Die Urkunde umfasst fünf Seiten. Eine vollstreckbare Ausfertigung ist für die finanzierende Bank bestimmt. Der Eigentümer erhält eine Fotokopie.

Kostenberechnung gem. § 19 GNotKG

Gebühren und Auslagen

Nr. 21200 Grundschuld mit Schuldanerkenntnis Geschäftswert: §§ 53, 97 = 200.000,00 € = 435,00 €
Nr. 32001 Dokumentenpauschale 15 Seiten = 2,25 €
Nr. 32011 Grundbucheinsicht 1 x = 8,00 €
Nr. 32005 Porto und Telekommunikation – Pauschale = 20,00 €

Zwischensumme: 465,25 €
Nr. 32014 Umsatzsteuer, 19 % = 88,40 €

zu zahlen: 553,65€
Bestellung einer beschränkt persönlichen Dienstbarkeit

– Wohnungsrecht –

Der Notar beurkundet eine Vereinbarung über die Gewährung eines Wohnungsrechtes mit schuldrechtlichen Regelungen in Bezug auf die Verpflichtung zur Löschung des Rechts. Das Recht wird schenkungsweise gewährt. Der Berechtigte ist 62 Jahre alt. Der Jahreswert beträgt 5.000,00 EUR. Der Notar hat das Grundbuch eingesehen. Der Vertrag umfasst vier Seiten. Neben dem Grundbuchamt erhält das zuständige Finanzamt Schenkungssteuerstelle und beide Vertragsteile jeweils eine begl. Ablichtung der Urkunde.

Kostenberechnung gem. § 19 GNotKG

Gebühren und Auslagen

Nr. 21100 Beurkundung Geschäftswert: §§ 97, 52 = 5.000,00 € x 10 = 50.000,00 € = 330,00 €
Nr. 32001 Dokumentenpauschale 16 Seiten s/w = 2,40 €
Nr. 32011 Grundbucheinsicht 1 x = 8,00 €
Nr. 32005 Porto und Telekommunikation – Pauschale = 20,00 €

Zwischensumme: 360,40 €
Nr. 32014 Umsatzsteuer, 19 % = 68,48 €

zu zahlen: 428,88 €
Wohnungseigentum Begründung

Teilungserklärung gem. § 8 WEG mit Gemeinschaftsordnung mit Vollzugstätigkeit

Der Notar beurkundet eine Teilungserklärung gem. § 8 WEG mit Gemeinschaftsordnung. Es wird ein Wohngebäude mit 8 Eigentumswohnungen in Wohnungseigentum aufgeteilt. Der Grundstückswert beträgt 300.000,00 EUR. Der Wert des aufstehenden Gebäudes beträgt 400.000,00 EUR. Es werden 8 Exemplare der 15 seitigen Urkunde benötigt. Die zugehörigen Aufteilungspläne (7 Stück) sind farbig und im DIN – A 3 Format geliefert. Nach Vollzug der Urkunde wünscht der Eigentümer drei weitere Exemplare der Urkunde samt Aufteilungsplänen.

Die Abgeschlossenheitsbescheinigung der Urkunde liegt noch nicht vor. Die hierfür erforderlichen Pläne sind bei der Beurkundung der Teilungserklärung dem Notar übergeben worden mit dem Auftrag. Die Bescheinigung bei der Baubehörde mittels der Pläne zu beantragen. Da die Baubehörde wegen der Abgeschlossenheit einer Wohnung noch Rückfragen hat, muss der Notar den Antrag noch weiter begründen. Das Grundbuch wurde durch den Notar zweimal eingesehen.

Kostenberechnung gem. § 19 GNotKG

Gebühren und Auslagen

Nr. 21200 Beurkundungsverfahren Geschäftswert: §§ 97, 42 = 700.000,00 € = 1.255,00 €
Nr. 22110, 22112 Vollzugsgebühr (Vorbemerkung 2.2.1.1. Ziff. 1 Satz 2 Ziff. 1 und 11) Geschäftswert § 112 = 700.000,00 € = 376,50 €
Nr. 32011 Grundbucheinsicht 2 x = 16,00 €
Nr. 32001 Dokumentenpauschale 120 Seiten s/w = 18,00 €
Nr. 32001 Dokumentenpauschale 56 Seiten farbig = 16,80 €
Nr. 32000 Dokumentenpauschale 45 Seiten s/w = 22,50 €
Nr. 32000 Dokumentenpauschale 21 Seiten farbig = 21,00 €
Nr. 32005 Porto und Telekommunikation – Pauschale = 20,00 €

Zwischensumme: 1.745,80 €
Nr. 32014 Umsatzsteuer, 19 % = 331,70 €

zu zahlen: 2.077,50 €

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