Erbschein

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Erbschein 2016-11-02T13:32:48+00:00

Erbschein durch den Notar | Bochum

Erbschein

Fast jeder Mensch hinterlässt nach seinem Tod Guthaben auf einem Bankkonto oder Sparkonto oder einem Wertpapierdepot und ggf. auch eine Immobilie. Wenn der Verstorbene kein Testament hinterlassen hat besteht die gesetzliche Erbfolge. Fall er ein selbst geschriebenes Testament hinterlassen hat, ergeben sich seine Erben aus dem Inhalt dieses Testamentes. Die Erben möchten dann anschließend über die Bankguthaben und ggf. die vorhandene Immobilie verfügen.

Regelmäßig wird die betreffende Bank oder Sparkasse einer Verfügung über die Ersparnisse des Verstorbenen dann nicht zustimmen, wenn ein selbst geschriebenes Testament oder kein Testament vorliegt. In diesem Fall besteht die nachvollziehbare Sorge der Bank oder Sparkasse, dass sie das Bankguthaben des Verstorbenen an die falsche Person auszahlt und sich später herausstellen könnte, dass eine andere Person Erbe geworden ist, zum Beispiel weil ein weiteres Testament besteht.

Nur wenn ein notarielles Testament des Verstorbenen vorliegt, muss die Bank das Guthaben an den oder die Erben auszahlen.
Falls der Verstorbene eine Immobilie hinterlassen hat, werden der Erbe oder die Erben nicht als neuer Eigentümer in das Grundbuch eingetragen. Lediglich wenn ein notarielles Testament des Verstorbenen vorliegt, kann der Erbe oder können die Erben sich sofort als neue Eigentümer in das Grundbuch eintragen lassen.

In allen anderen Fällen wird für die Bank oder Sparkasse oder bei vorhandener Immobilie für das Grundbuchamt ein Erbschein benötigt.

In diesem Erbscheinsantrag gibt der Erbe eine eidesstattliche Erklärung über den Sachverhalt ab.

Beispiel:
Herr Müller ist verstorben und hinterlässt eine Ehefrau und zwei Kinder. Frau Müller geht zum Notar und beantragt dort einen Erbschein und erklärt an Eides statt, dass kein Testament vorhanden ist und dass der Verstorbene eine Ehefrau und zwei Kinder hinterlassen hat.

Dieser Erbscheinsantrag kann direkt beim Nachlassgericht gestellt werden oder bei einem Notar.

Die Kosten für die Erteilung des Erbscheins richten sich nach der Höhe des Nachlasses. Hierbei gilt für Erbscheinsanträge beim Nachlassgericht und beim Notar dieselbe Gebührentabelle. Allerdings müssen beim Notar zusätzlich 19% Mehrwertsteuer bezahlt werden, die beim Amtsgericht bzw. Nachlassgericht nicht anfallen.

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